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Territoriale Wehrverwaltung arbeitet jetzt mit SAP

Im vergangenen Jahr hat die BWI mehr als 10.000 Nutzer in der Bundeswehr mit SASPF (Standard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien) ausgestattet. Wesentlicher Bestandteil war dabei ein Teilprojekt in der Territorialen Wehrverwaltung mit dem vier Wehrbereichsverwaltungen, 56 Bundeswehr-Dienstleistungszentren und deren 158 Servicecenter grundlegende Funktionalitäten in den Bereichen Umweltschutz, Liegenschaftsmanagement, Rechnungswesen und Beschaffung der auf die Anforderungen der Bundeswehr angepassten SAP-Lösung erhielten. Die Anwender können nunmehr einen Großteil ihrer Aufgaben mit der neuen Anwendungsplattform erledigen. Das verbessert die Verarbeitung und den Fluss der Informationen. Jeder Datensatz existiert heute nur noch einmal im System, dies vermeidet Redundanzen, optimiert die Abläufe und macht die Arbeit transparenter.

 

Die BWI hat mit dem sogenannten SASPF-Rollout im Bereich der Wehrbereichsverwaltung Süd nun alle inländischen Standorte der Territorialen Wehrverwaltung (TerrWV) mit SASPF ausgestattet. Die bisher verwendeten Systeme werden durch SASPF abgelöst oder über Schnittstellen mit dem neuen System verbunden. Insgesamt hat die BWI mehrere Millionen Stammdaten der Territorialen Wehrverwaltung aus den Bereichen Infrastruktur, Instandhaltung, Materialbewirtschaftung, Beschaffung, Umweltschutz und Rechnungswesen in das neue SASPF-System überführt. Vor dem Produktivstart haben Trainer der BWI die Nutzer der Bundeswehr in etwa 20 unterschiedlichen Ausbildungskursen für die Arbeit mit SASPF trainiert. Die Bundeswehr hat sowohl die Ausbildung der Nutzer als auch den Rollout begleitet und unterstützt.

Verbesserte Handhabung
Die Nutzer in der Bundeswehr arbeiten statt – wie früher – in fünf verschiedenen Systemen jetzt überwiegend mit einem: SASPF. Die mehrfache Eingabe von Daten wird so vermieden. Dies verbessert die Handhabung für die Anwender. Statt in verschiedenen Systemen nach den Daten zu ein und demselben Datenobjekt suchen zu müssen, werden jetzt die Informationen integriert in einem System bereitgestellt. Durch die neue Lösung sollen Reporte und Auswertungen leichter von den Nutzern angefertigt werden können. Die Zeit für lästiges Suchen soll entfallen. Zudem sollen die wartungsaufwendigen und teuren Schnittstellen zwischen den verschiedenen Altsystemen wegfallen.  

Aufgabenspektrum der BWI bei SASPF
Im Rahmen des HERKULES-Vertrages hat der BWI Leistungsverbund die Aufgabe, die von der Bundeswehr realisierten SASPF-Releases flächendeckend in der Bundeswehr einzuführen. Bei der Realisierung der Software-Lösungen unterstützt die BWI die Bundeswehr beratend und schult vor der Produktivsetzung die Nutzer der neuen Systeme. Im Rahmen des Flächenrollouts werden sämtliche für eine Produktivsetzung notwendigen Aktivitäten wie dienststellenspezifische Einstellungen, Überprüfung der SASPF Funktionalität, Einrichten der nutzerspezifischen Zugriffe bis hin zur Überführung der Daten aus den Altsystemen nach SASPF durchgeführt. Insgesamt wird die BWI SASPF für 45.000 Nutzer in der Bundeswehr einführen.

Hintergrund Einführung von SASPF in der Bundeswehr
Die Bundeswehr nutzt bislang ein in Jahrzehnten heterogen gewachsenes System an Software-Anwendungen, die zum Teil selbst entwickelt wurden. Hinzu kommt, dass unterschiedliche Lösungen für ähnliche Aufgaben in den verschiedenen Organisationsbereichen der Bundeswehr existieren. Das hat dazu geführt, dass diese sogenannten Systeme in Nutzung (SinN) nicht zentral verwaltet und nur mit großem Aufwand gepflegt werden können. Eine zentrale Datenabfrage ist in vielen Fällen nicht möglich. Als Lösung hat sich die Bundeswehr für die Entwicklung und den Einsatz von SASPF entschlossen. Die vor allem auf SAP-Software basierenden Anwendungen sollen die SinN ersetzen und eine standardisierte, teilweise zentrale Steuerung ermöglichen.

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Kontakt

Jochen Reinhardt
Leiter Kommunikation und Marketing
BWI Informationstechnik GmbH
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