
Halbzeitbilanz, Einsatzrelevanz und IT-Sicherheit, so lauteten die drei Kernthemen, mit denen sich die BWI den über 2.000 Besuchern bei der diesjährigen AFCEA Fachausstellung in Bonn-Bad Godesberg präsentierte. Die 26. Ausgabe der "kleinen CeBIT in oliv" stand am 9. und 10. Mai unter dem Motto "Mobile Computing für den/im Einsatz"
Wie schon in den vergangenen Jahren nutzten zahlreiche Bundeswehrangehörige die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Experten der BWI. "Seit 2007 modernisiert und betreibt die BWI die nichtmilitärische Informations- und Kommunikationstechnologie der Bundeswehr. Unsere Gäste interessierte deshalb besonders, welche Zwischenbilanz wir zur Halbzeit des HERKULES-Projekts ziehen", so Jochen Reinhardt, Pressesprecher der BWI. "Die Kritik der ersten Jahre ist mittlerweile einer Akzeptanz der Leistungen gewichen."
Hochrangige Gäste am BWI-Messestand
Im Zentrum der Gespräche stand neben einer Halbzeitbilanz nach fünf Jahren HERKULES auch ein Ausblick auf kommende Herausforderungen bis zum Ende der Vertragslaufzeit 2016. Zu den Besuchern und Gästem am BWI-Messestand zählten unter anderem Stéphane Beemelmans, Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, Vizeadmiral Joachim Rühle, neuer Abteilungsleiter Planung im Verteidigungsministerium, der Vizepräsident des IT-AmtBw, Brigadegeneral Klaus Veit, der neue IT-Direktor im BMVg, Dr. Dietmar Theis, sowie Generalmajor Erich Staudacher, Chef des Stabes im Führungsstab der Luftwaffe und AFCEA-Vorsitzender.
Live-Schaltung nach Mazar-e-Sharif
Während der Messetage schaltete die BWI zudem Oberstabsfeldwebel Michael Wollert dreimal per Videokonferenz live aus Mazar-e-Sharif in Afghanistan zu. Der Truppenversorgungsbearbeiter berichtete im Live-Interview mit Yann Böhly, der für die BWI das Thema SASPF im Einsatz betreut, von seinen positiven Erfahrungen mit der neuen Anwendung in Afghanistan. Das deutsche ISAF-Kontingent arbeitet seit März 2011 mit SASPF, das seitdem einen reibungslosen Datenaustausch mit Dienststellen in Deutschland gewährleistet. Zudem ermöglicht es eine wesentlich schnellere Abwicklung der Einsatzlogistik und eine raschere Versorgung der Truppen mit Ersatzteilen und Ausrüstung. Bei der Realisierung der Live-Schaltung nach Afghanistan unterstützten verschiedene Stellen der Bundeswehr die BWI. Neben dem Einsatzführungskommando in Geltow insbesondere das Streitkräfteunterstützungskommando G6 in Rheinbach sowie das Führungsunterstützungsbataillon 282 in Kastellaun.
Für IT-Sicherheit sensibilisieren
Ebenfalls publikumswirksam sensibilisierte die BWI die Besucher für das Thema IT-Sicherheit. Anhand regelmäßiger Live-Demonstrationen erläuterte Nicole Blankart aus dem Bereich Unternehmenssicherheit der BWI unter anderem, wie leicht über einen herkömmlichen USB-Stick Schadsoftware auf einen Rechner gelangt, mit der schlimmstenfalls vertrauliche Daten ausspioniert werden können. Jedermann wurde zudem vor Augen geführt, wie einfach es ist, ein unzureichend gesichertes WLAN-Netz anzuzapfen oder über frei verfügbare Programme sehr schnell Passwörter auszukundschaften.
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