Führungsakademie der Bundeswehr und BWI unterzeichnen Konzept zur Weiterentwicklung der IT-Landschaft

Die Führungsakademie der Bundeswehr und die BWI haben eine enge Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung der IT-Landschaft der Akademie vereinbart. Die militärische Lehreinrichtung, die bisher ein eigenes IT-Leitungsnetz betrieben hat, soll künftig mehr von den IT-Dienstleistungen der BWI profitieren.

Kommandeur der Führungsakademie und Regionenleiter der BWI mit unterzeichneter Vereinbarung (Quelle: FüAkBw/Gundelach)
Kommandeur der Führungsakademie und Regionenleiter der BWI mit unterzeichneter Vereinbarung (Quelle: FüAkBw/Gundelach)

Konteradmiral Carsten Stawitzki, Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw), und Dr. Adrian Overberg, Leiter der Regionen (Delivery) der BWI, unterzeichneten am 27. Januar in Hamburg das Konzept zur Weiterentwicklung der IT-Landschaft der Akademie. Das Konzept beinhaltet zum einen das Ergebnis einer Bestandsaufnahme aller IT-Systeme der Institution. Daneben berücksichtigt es die spezifischen Anforderungen der Akademie, die künftig in Zusammenarbeit mit der BWI umgesetzt werden sollen. Ein Aspekt sei dabei die Vernetzung über nationale Grenzen hinweg mit anderen Streitkräften und Bündnispartnern. "Bestimmte Dinge sind an der Führungsakademie einfach anders", unterstreicht Konteradmiral Carsten Stawitzki die besondere Stellung der FüAkBw. So stelle beispielsweise die Ausbildung der nationalen und internationalen Stabsoffiziere Anforderungen, die in der restlichen Schullandschaft der Bundeswehr nicht vorzufinden seien.

An die Spitze der Bundeswehr

Mit der Vereinbarung kommen die Partner auch einem Wunsch der Verteidigungsministerin nach. "Ich möchte, dass sich die Führungsakademie weiter entwickelt", sagte die Bundesministerin der Verteidigung bei ihrem Besuch im November an der Akademie. "Gute Lehre ist damit auch eine Frage der Technik", fügte Ursula von der Leyen hinzu. Deswegen müsse die FüAkBw bei Digitalisierung und bei Fragen des Fernstudiums sowie des e-Learnings an der Spitze stehen. "Und wenn es technische und bauliche Hürden gibt, dann sind sie dazu da, genommen zu werden", forderte die Ministerin weiter. Bereits zuvor hatte das Kommando Streitkräftebasis den Anstoß zur Weiterentwicklung der IT-Landschaft gegeben, woraufhin die IT-Mannschaft der FüAkBw bereits ein Konzept für eine Lösung erarbeitet hat.

FüAkBw als Vorreiter bei Cloud Computing

Die BWI ist zusätzlich von der Bundeswehr im Rahmen der Studie "Interoperables Cloud Computing" (IOCC) damit beauftragt, die Möglichkeiten, die sich aus dem Cloud Computing, ergeben, für die Streitkräfte zu untersuchen. Mit IOCC haben die Mitarbeiter die Chance, ortsunabhängig auf Daten und Programme zuzugreifen und diese zu bearbeiten. Die Weiterentwicklung der IT-Landschaft der Führungsakademie bietet den Anlass, sie als Anwendungsfall für das Cloud Computing zu nutzen. Somit könnte die Akademie im Ergebnis und in der Art des Weges dorthin als Beispiel und vielleicht auch als Vorreiter für andere Dienststellen der Bundeswehr dienen und diese zusammen mit der BWI bei ihren Vorhaben beraten und unterstützen. Vorher müssen jedoch zunächst die erforderlichen technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Das jetzt unterzeichnete Konzept zur Weiterentwicklung der IT-Landschaft der FüAkBw schafft den Rahmen, um die technische Basis zu legen, auf der dann die kommenden Weiterentwicklungen erfolgen können.

Lesen Sie hier den Beitrag auf der Internetseite der FüAkBw.

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